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ADHS - Das Zappelphilipp-Syndrom

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Kommunikationsstörung im Gehirn

Die Wissenschaftler sehen ADHS als neurobiologische Funktionsstörung in den Teilen des Gehirns, die beim Ordnen der Gedankenflut und der Steuerung der Aktivitäten eine wichtige Rolle spielen.
Eine mangelnde Hemmung von Impulsen im Gehirn führt zu einer ungenügenden Selbstregulation. Außerdem wird die Informationsverarbeitung im Gedächtnis durch neue, ungefilterte Informationen und Impulse gestört, wodurch ein Abgleich mit Erfahrungen aus dem Langzeitspeicher zu vorausschauenden Handlungsplanungen erschwert wird.
Die fehlerhafte Informationsverarbeitung zwischen den verschiedenen Hirnabschnitten beruht vermutlich auf einem Ungleichgewicht im Stoffwechsel der Neurotransmitter Dopamin und Noradrenalin.
Aber auch psychosoziale Faktoren, d.h. schwierige Familienverhältnisse wie ständig wechselnde Bezugspersonen, ungeordnete Tagesabläufe, extrem beengte Wohnverhältnisse sowie Probleme in der Betreuung der Kinder bis hin zu Vernachlässigung und Misshandlung, können dazu beitragen, dass bei genetischer Disposition die ADHS-Anlagen zum Ausbruch kommen.
Außerdem erhöhen Rauchen und Alkoholkonsum während der Schwangerschaft das ADHS-Risiko. Kinder von rauchenden Müttern entwickeln vier Mal häufiger Symptome von ADHS als Kinder von Nichtraucherinnen, wobei es unerheblich ist, wie viele Zigaretten die werdende Mutter rauchte.
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