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ADHS - Das Zappelphilipp-Syndrom

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Moderne Therapieansätze

Die moderne Behandlung von ADHS setzt auf die multimodale Therapie. Diese setzt sich aus Elementen zusammen, die individuell kombiniert werden können. Die Medikation steht gleichwertig neben der Verhaltenstherapie, psychologischer Behandlung und erzieherischer Unterstützung - sowohl der Kinder als auch der Eltern.
Dabei ist die Zusammenarbeit aller Beteiligten unbedingt erforderlich: Auch Eltern, Lehrer und andere Erziehungspersonen müssen mit einbezogen werden. So haben ADHS-Kinder in der Schule häufig die größten Probleme, da sie hier still sitzen, ruhig arbeiten und aufpassen sollen.
Häufig verstehen sie jedoch die Anweisungen nicht, lassen sich leicht ablenken und es fällt ihnen schwer, sich den Aufgaben zu widmen. Ein Verweis aus dem Klassenzimmer wegen schlechten Betragens kann jedoch nicht die richtige Maßnahme sein - es droht eine Spirale, bei der sich Fehlverhalten, schlechte Noten, Frustration, Aggression und antisoziales Benehmen weiter verstärken.

Medikamentöse Therapie

Bei der medikamentösen Therapie wird verstärkt auf Psychostimulanzien gesetzt. Dabei ist der Wirkstoff Methylphenidat (MPH) das Mittel der ersten Wahl, wenngleich es in letzter Zeit wegen möglicher krebserregender Nebenwirkungen in der Kritik steht.
Entgegen der landläufigen Meinung werden die Kinder mit Psychostimulanzien nicht ruhig gestellt und positive Eigenschaften wie Kreativität und Hilfsbereitschaft bleiben unangetastet. Die Medikamente machen auch nicht abhängig.
Studien zeigen sogar, dass unbehandelte ADHS-Patienten ein höheres Suchtrisiko für Alkohol, Zigaretten oder Drogen haben. Eine frühe Gabe von MPH senkte dagegen das spätere Suchtrisiko.
Die Arzneimittel-Forschung arbeitet derzeit daran, Präparate zu entwickeln, die weniger häufig genommen werden müssen und länger wirksam sind. Dazu gehören MPH-Präparate mit zweistufiger Freisetzungskinetik, wobei die eine Hälfte des Wirkstoffs schnell und die andere verzögert verfügbar ist.
Andere Forschungsansätze gehen davon aus, dass die neurovegetativen Beschwerden auch auf einen Magnesiummangel zurückzuführen seien - entsprechend also eine regelmäßige Gabe von Magnesium ADHS lindern könnte.
Auch ein homöopathisches Medikament steht zur Beruhigung und Stärkung der Nerven zur Verfügung und wird bei Hyperaktivität, Konzentrationsschwäche und Schlafstörungen eingesetzt. Fragen Sie in Ihrer Apotheke. Dort erhalten Sie auch weiterführende Informationen zu ADHS.
IFEMEDI, Institut für ernährungsmedizinische Information Aktualisierung: 26.09.2005
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