Bakterielle Infektionen
Schon seit langem bekannt sind Geschlechtskrankheiten wie Syphilis und Tripper. Der Syphilis-Erreger Treponema pallidum kann durch winzige Verletzungen, wie sie beim Sex nicht nur an den Schleimhäuten häufig vorkommen, in den Körper eindringen. Von der Eintrittsstelle verbreitet er sich auf dem Blutwege, kann daher auch über Blut und Blutprodukte weitergegeben werden.
Eine Infektion verläuft in drei Stadien: Im ersten Stadium, etwa drei Wochen nach der Infektion, entwickelt sich an der Eintrittsstelle des Erregers ein schmerzloses, verhärtetes Geschwür, das auch ohne Behandlung wieder abheilt.
Wird die Krankheit nicht erkannt und therapiert, folgt acht Wochen bis zwei Jahre nach der Infektion das zweite Stadium der Erkrankung: Neben allgemeiner Lymphknotenschwellung und erhöhter Temperatur kommt es zu vielfältigen Hauterscheinungen, wie z.B. nicht juckenden Ausschlägen, Hautknötchen, Warzen oder Haarausfall.
Auch diese Symptome verschwinden zumeist ohne Behandlung wieder - allerdings ist die Syphilis damit nicht verschwunden. Es kann bis zu 20 Jahre dauern, bevor die typischen schweren Organerkrankungen des dritten Stadiums auftreten. Am häufigsten sind Haut, Leber, Knochen und das Nervensystem betroffen.
In den ersten beiden Stadien lässt sich Syphilis wirkungsvoll mit Antibiotika behandeln. Allerdings ist eine Diagnose sehr aufwändig. Kondome vermindern das Risiko der Ansteckung!
Tripper (Gonorrhö) gehört zu den häufigsten Geschlechtskrankheiten. Die Symptome treten zwei bis fünf Tage nach der Ansteckung auf: Bei Frauen sind es vermehrter grünlich-gelber Ausfluss, Brennen beim Wasserlassen und evtl. Schmierblutungen. Männer haben ebenfalls einen gelblich-eitrigen Ausfluss aus der Harnröhre und Brennen beim Wasserlassen.
Unbehandelt kann der Tripper zu Entzündungen der Gebärmutterschleimhaut, der Eileiter und Eierstöcke führen, beim Mann kann die Entzündung auf Samenstrang, Samenbläschen und Nebenhoden übergreifen - bei beiden Geschlechtern lautet die Folge häufig Unfruchtbarkeit.