Obst zeichnet sich - mit Ausnahme von Nüssen und Trockenobst - auf Grund seines hohen Wassergehaltes durch einen niedrigen Energiegehalt aus. Es enthält wichtige Nährstoffe, wie Vitamine, Mineralstoffe und Ballaststoffe.
Kohlenhydrate im Obst
Die
Kohlenhydrate des Obstes setzen sich vor allem aus einfachen Zuckern (Mono- und Disaccharide) und Vielfachzuckern (Polysaccharide) zusammen.
In den meisten Obstarten kommen vorwiegend Frucht- (Fructose) und Traubenzucker (Glucose) vor. Diese Zucker werden vom Körper schnell resorbiert. Je nach Obstart kann aber auch bis zu 75 Prozent Saccharose im Obst enthalten sein.
Im Obst sind weiterhin verschiedene
Ballaststoffe enthalten.
Pektine gehören zu den wasserlöslichen und unverdaulichen Ballaststoffen. Durch ihre Quellwirkung nehmen sie im Darm giftige Zersetzungsprodukte von Mikroorganismen auf. Auf Grund ihrer chemischen Struktur können sie bis zum 100fachen ihres Eigengewichts an Wasser binden.
Auch die Cellulose im Obst gehört zu den Ballaststoffen. Sie ist Bestandteil der Zellwände. Im Gegensatz zum Pektin ist Cellulose jedoch wasserunlöslich. Dadurch führt sie zu einer Erhöhung des Stuhlgewichts und einer Verkürzung der Passagezeit. Damit beugt sie Verstopfungen vor.
Obst und
Gemüse haben einerseits einen niedrigen Ballaststoffgehalt, und andererseits hat diese Zusammensetzung eine geringe Darmwirksamkeit. Die Ballaststoffe in Obst und Gemüse ergänzen damit die Wirkung derjenigen aus Getreide.