Lithium - Strontium - Vanadium - Bor
Nach tierexperimentellen Befunden werden in neuerer Zeit auch Lithium, Strontium, Vanadium und Bor zu den essenziellen (lebensnotwendigen) Elementen gerechnet, wenngleich die biologischen Funktionen vielfach noch unbekannt sind.
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Lithium: Stoffwechsel und Funktion
Über die Absorption (Aufnahme) von Lithium in den Körper ist wenig bekannt. Da es als Begleitelement von Natrium auf Grund der engen chemischen Verwandtschaft vorkommt, verteilt sich Lithium vergleichbar im Körper.
In der Leber sind etwa 4 mg/kg enthalten. Der Plasmagehalt beträgt im Mittel 3,1 Mikrogramm/100 ml.
Angeblich wurde erstmals im amerikanischen Bundesstaat Texas festgestellt, dass die Versorgung mit Lithium entscheidenden Einfluss auf psychische Erkrankungen hat. Dort sollen die Einwohner von El Paso psychisch sehr stabil sein. Im Gegensatz dazu mussten in Dallas die Menschen 7mal so häufig mit psychischen Erkrankungen in den Kliniken behandelt werden.
Die Ursache fand sich im Trinkwasser. In Dallas wurde das Wasser aus Brunnen unmittelbar unter der Oberfläche gewonnen und enthielt wenig Lithium. In der Stadt El Paso dagegen wurde das Trinkwasser aus großer Tiefe hochgepumpt und brachte dadurch reichlich Lithium mit.
Wie Lithium die "Nerven beruhigen" kann, ist bis heute noch nicht eindeutig geklärt. Es wird vermutet, dass es in der Lage ist, die Wirkung von Steroiden aufzuheben, die wiederum für den Ausbruch von Manien und Depressionen verantwortlich sind.
Da die Grenzen zwischen therapeutischer und toxischer Wirkung sehr eng sind, sind alle zur Zeit verfügbaren Lithium-Präparate verschreibungspflichtig. Der Plasma-Gehalt des Blutes sollte während der Behandlung im Bereich von 1 bis 2 mmol/l eingestellt werden.
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