Amerikanische Wissenschaftler haben festgestellt, dass das Fernsehen ein regelrechter "Vitamin-A-Fresser" ist. Überdurchschnittlich langes Fernsehen kann den Bedarf an Retinol angeblich bis auf das Fünfzigfache ansteigen lassen.
Der Retinol-Stoffwechsel
Im menschlichen Körper kommt Vitamin A in verschiedenen verwandten chemischen Verbindungen vor.
Nachgewiesen wurden bisher das so genannte All-trans-Retinol (ein Vitamin-A-Alkohol), das All-trans-Retinal (ein Vitamin-A-Aldehyd), die Retinsäure (auch: Vitamin-A1-Säure) und das Dehydroretinal (auch: Vitamin A2).
Carotine sind Provitamine und werden im Stoffwechsel in das wirksame Vitamin A umgeformt. Sie bilden in reiner Form intensiv gelb gefärbte Kristalle. Beta-Carotin ist das wichtigste Provitamin A.
Die Resorption (Aufnahme in den Körper) von Retinol wird durch folgende Faktoren beeinflusst:
- die Gallensäureproduktion,
- die Verdaulichkeit der Nahrung,
- Nahrungsfette,
- Proteinzufuhr,
- mehrfach ungesättigte Fettsäuren.
Retinol bzw. Carotin kann in der Leber als Retinol-Palmitat gespeichert werden. Die Leber verfügt daher generell über einen Vitamin-A-Vorrat, durch den der Bedarf über mehrere Monate gedeckt werden kann. Bei Bedarf wird es dann ans Blut abgegeben. Die Ausscheidung von Vitamin A erfolgt in Form von Retinsäure mit der Galle.