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Richtiges Handeln in Notfällen

Foto: bilderbox.com
Der Diabetiker sollte stets darauf achten, seinen Blutzuckerspiegel möglichst im Normalbereich zu halten. Extreme Situationen wie Über- und Unterzuckerung sind zu vermeiden. Treten sie dennoch auf, ist schnelles Handeln nötig.
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Wo liegen die "Grenzwerte"?

Bei Gesunden liegt der Blutzucker zwischen 60 und 110 mg/dl (Milligramm pro Deziliter Blut). Unmittelbar nach einer Mahlzeit ist kurzfristig auch noch ein Wert von 140 mg/dl in Ordnung.
Aber schon ab 180 mg/dl kommt es zu der Erscheinung, der die Krankheit ihren Namen verdankt: Der Organismus scheidet überschüssigen Zucker vor allem über den Harn aus, der Urin wird süß. Das bedeutet, dass der oben genannte Wert schon überhöht ist.
Bei Werten über 300 mg/dl kommt es dann zur akuten Überzuckerung (Hyperglykämie). Im Extremfall droht das diabetische Koma.
Die Unterzuckerung (Hypoglykämie) ist nicht so einfach zu bestimmen: Unterhalb von 50 mg/dl gilt ein Erwachsener auf jeden Fall als unterzuckert. Es gibt allerdings Menschen, die bei einem solch niedrigen Blutzucker noch keine Symptome zeigen. Neugeborene sind erst bei Werten unterhalb von 30 mg/dl unterzuckert, Frühgeborene unter 20 mg/dl.
Daneben gibt es aber auch eine relative Hypoglykämie: Diabetiker, die jahrelang überzuckert waren und ihren Blutzucker durch Medikamente oder Insulin zu schnell in den Normalbereich senken, können bereits bei 150 oder sogar 200 mg/dl Unterzuckerungssymptome bekommen, weil ihr Stoffwechsel an den hohen Blutzucker gewöhnt ist.
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