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Tabuthema Inkontinenz

Foto: bilderbox.com
Inkontinenz ist das Unvermögen, Urinausscheidungen zu kontrollieren. Obwohl rund vier Millionen Menschen in Deutschland davon betroffen sind, wird häufig aus falscher Scham darüber geschwiegen und der Gang zum Arzt immer wieder aufgeschoben.
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Die Formen der Blasenschwäche

Jeder Mensch kann im Laufe seines Lebens von einer Blasenschwäche betroffen sein. Auch Kinder, Jugendliche oder junge Erwachsene kann es treffen - wenngleich besonders häufig Senioren unter Inkontinenz leiden. Die Ursachen sind sehr unterschiedlich.
So ist die Stressinkontinenz durch Anstrengungen gekennzeichnet. Beim Bücken, Heben schwerer Gegenstände oder Lasten, Niesen, Lachen oder Husten geht dann unfreiwillig etwas Urin ab. Grund dafür ist eine Schließmuskelschwäche im Beckenboden. Der Schließmuskel kann dem Druck der Blase nicht mehr standhalten - Urin läuft aus.
Bei der Dranginkontinenz liegt der Fall anders. Hier entsteht ein plötzlicher, nicht mehr beherrschbarer Harndrang. Der Gang zur Toilette ist meist viel zu lang, denn der Urin kann nicht mehr gehalten werden.
Die Überlaufinkontinenz ist dadurch gekennzeichnet, dass der Urin in geringen Mengen auströpfelt. Trotzdem bleiben große Mengen von Restharn in der Blase zurück. Von dieser Unterart der Inkontinenz sind vor allem Männer betroffen. Eine der Ursachen ist die Einengung der Harnröhre zum Beispiel durch eine Vergrößerung der Prostata.
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