In den Industrieländern leiden ca. 20 % der Bevölkerung an Bluthochdruck. Dieser Durchschnittswert ist von Rasse, Geschlecht und sozio-ökonomischen Einflüssen abhängig, vor allem aber vom Alter: so hat etwa jeder zweite der über 60-Jährigen einen zu hohen Blutdruck.
Der Blutdruck
Unter "Blutdruck" versteht man den in den Gefäßen des Körperkreislaufs herrschenden Druck. Dieser (Über-) Druck kommt durch die Pumpleistung des Herzens zustande. Das Blut fließt nämlich nicht in einem stetigen Strom, sondern pulsierend durch das Kreislaufsystem.
Die durch die Pumpbewegung des Herzens erzeugten Wellen sind für den Druck in den Blutgefäßen verantwortlich und als Pulsschlag tastbar. Die aktuelle Höhe des Blutdrucks ist dabei von vielen Faktoren abhängig, wie z.B. vom Durchmesser der Gefäße, der Pumpkraft des Herzens und von der Funktion der Herzklappen.
Der Blutdruck ist innerhalb eines Tages deutlichen Schwankungen unterworfen. Er ist wie die Herzfrequenz von der aktuellen Belastungssituation des Körpers abhängig und steigt bei körperlichen oder seelischen Belastungen an. Daher sind wechselnde Blutdruckwerte am Tage normal und nicht als krankhaft anzusehen. Um Vergleichswerte zu bekommen wird daher der Blutdruck in Ruhe gemessen. Die übliche Maßeinheit in Deutschland sind dabei die "Millimeter der Quecksilbersäule" (=mmHg).