Johanniskraut (Hypericum perforatum)
Die Wirksamkeit von Johanniskrautpräparaten bei leichten bis mittelschweren Depressionen wurde mittlerweile durch eine ganze Reihe von Studien nachgewiesen. Johanniskraut ist dabei gut verträglich und führt zu keiner Abhängigkeit.
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Name und Geschichte
Johanniskraut gehört zur Familie der so genannten Hartheugewächse (Hypericaceae). Der botanische Gattungsname Hypericum stammt aus dem Griechischen. Das Beiwort perforatum (durchlöchert) kommt aus dem Lateinischen; es bezieht sich auf die durchscheinend punktierten Blätter der Pflanze, in denen ätherisches Öl enthalten ist.
Johanniskraut steht zur Sommersonnwende, also um den 24. Juni, in voller Blüte und wurde deshalb dem Namenspatron des 24. Juni, Johannes dem Täufer, gewidmet. Johanniskraut ist eine sehr alte Arzneipflanze; sie wird schon bei den alten Griechen erwähnt.
Zerdrückt man eine voll aufgegangene Blüte, tritt intensiv roter Saft heraus. Alter Volksglaube brachte ihn mit dem Blut Christi in Zusammenhang. In der Volksmedizin war Johanniskraut als Heil- und Zaubermittel bekannt; es wurde als Wundblume oder Hexenkraut bezeichnet. Tatsächlich unterstützt der rote Saft aus der Blüte bei äußerlicher Anwendung die Wundheilung.
Damals wie heute wird Johanniskraut innerlich zur Behandlung von verschiedenen gesundheitlichen Problemen eingesetzt, von denen man annimmt, dass sie durch seelische Belastung entstanden sind. Die konkrete Verwendung als pflanzliches Medikament gegen Depression (Antidepressivum) geht jedoch erst auf neuere wissenschaftliche Erkenntnisse zurück.
Vorkommen
Die Johanniskrautstaude ist in ganz Europa mit Ausnahme des hohen Nordens heimisch, außerdem in Westasien und Nordafrika. Nach Ostasien, Nord- und Südamerika wurde sie eingeschleppt. Vorzugsweise gedeiht sie an Trockenhängen, Wegrändern und auf Wiesen. Angebaut wird sie unter anderem in den GUS-Staaten und in Polen.
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