Johanniskraut (Hypericum perforatum)
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Nebenwirkungen
Johanniskraut ist sehr gut verträglich und führt zu keiner Abhängigkeit. Die Inhaltsstoffe Hypericin und Pseudohypericin der Pflanze haben allerdings eine photodynamische Aktivität. Dies bedeutet, dass unter Einnahme von Johanniskrautextrakt die Lichtempfindlichkeit der Haut ansteigt.
Hellhäutige, sonnenempfindliche Menschen sollten also starke Sonnenbestrahlung meiden bzw. Sonnenschutz auftragen, solange sie ein Johanniskrautpräparat einnehmen.
Anders als bei den meisten Arzneimitteln wird die Reaktionsfähigkeit beziehungsweise die Konzentrationsfähigkeit nicht beeinflusst.
Gegenanzeigen
Es sind keine Gegenanzeigen bekannt, die die Einnahme von Johanniskraut einschränken.
Es liegen allerdings noch keine ausreichenden Erfahrungen über die Anwendung von Johanniskrautextrakten in der Schwangerschaft und Stillzeit vor. Deshalb sollten Johanniskrautpräparate in der Schwangerschaft und Stillzeit nur nach Rücksprache mit dem Arzt angewendet werden. Dasselbe gilt für Kinder unter 12 Jahren.
Wechselwirkungen
In Einzelfällen wurde eine Wechselwirkung mit gerinnungshemmenden Mitteln (Antikoagulanzien) vom Cumarintyp im Sinne einer Abschwächung der gerinnungshemmenden Wirkung und eine Abnahme des Ciclosporinspiegels beobachtet.
Diese neueren Erkenntnisse gingen in der letzten Zeit durch die Presse und haben auch zu einer gewissen Verunsicherung geführt. Allerdings: Wirksame Arzneimittel können Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten haben; das gilt für synthetische und pflanzliche Medikamente gleichermaßen.
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