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Was ist eine Polymyalgia rheumatica?

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Erkennung (Diagnose)

Die Polymyalgia rheumatica ist schwer zu diagnostizieren, weil sie Erscheinungen vieler anderer Erkrankungen aufweist. Insbesondere muss die Polymyalgie von Erkrankungen wie der rheumatoiden Arthritis, der Polymyositis (Entzündung zahlreicher Muskeln), verschiedenen Krebserkrankungen, Muskelverspannungen und Infektionskrankheiten abgegrenzt werden.
Einen Labortest oder eine Untersuchungsmethode, die eine Polymyalgia rheumatica beweist, gibt es nicht. Neben der Erhebung der Krankengeschichte und einer körperlichen Untersuchung wird der Arzt verschiedene Untersuchungen durchführen, deren Ergebnisse insgesamt dann eine Diagnose ermöglichen.
Ein wesentliches und ganz entscheidendes Kriterium für die Diagnose ist der Kortison-Test. Bei der Gabe von Kortison in ausreichender Dosierung verschwinden die Beschwerden meist "über Nacht". Ist dies nicht der Fall, muss der Arzt andere Erkrankungen in Erwägung ziehen und den Patienten auf diese hin untersuchen.

Riesenzellarteriitis - Entzündung von Blutgefäßen

In manchen Fällen sind die Muskelbeschwerden der Polymyalgia rheumatica Begleiterscheinung einer Entzündung von Blutgefäßen (Vaskulitis). Die Schläfenarterie und andere Gefäße des Kopfes sind dabei besonders häufig betroffen. Man nennt diese Erkrankung "Arteriitis temporalis" oder "Riesenzellarteriitis".
Die betroffenen Gefäße können sich verschließen. Ist dabei die Augenarterie oder die Versorgung des Sehnervs betroffen, kann dies zur Erblindung führen. Etwa 25 % der Patienten mit Riesenzellarteriitis entwickeln Sehstörungen; liegt zusätzlich eine Polymyalgia rheumatica vor, erhöht sich die Quote auf 60 %!
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