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Wenn die Tage kürzer und dunkler werden ...

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Hilfe durch Lichttherapie

Auch in der trüben Jahreszeit werden im Freien Lichtstärken erreicht, die für die Ausschüttung von Serotonin ausreichend sind. Allerdings müssten die Betroffenen bis zu zwei Stunden zwischen Sonnenauf- und -untergang im Freien verbringen, was im Berufsalltag oftmals nicht zu realisieren ist.
Deshalb sollte SAD mit künstlichem Licht behandelt werden. Genutzt werden dazu spezielle Lichttherapiegeräte mit einem geeigneten UV-Filter.
Foto: gesundheitszentrum-path.at
Die Lichttherapie ist einfach und effektiv.
Von einer Therapie in Eigenregie ist abzuraten, da einfache Lampen nicht hell genug sind, Höhensonne oder Solarien dagegen den Organismus mit zu viel UV-Strahlung belasten.
Für die Lichttherapie ist eine ärztliche Diagnose erforderlich. Die Therapie selbst kann entweder beim Arzt durchgeführt werden oder es ist möglich, in der Praxis oder der Apotheke ein entsprechendes Gerät zu leihen. Über unseren ApothekenQuickfinder oben rechts auf dieser Seite finden Sie Apotheken, die Ihnen ein Lichttherapiegerät ausleihen.
Bei den Lichttherapiegeräten schwankt die Lichtstärke zwischen 2.500 und 10.000 Lux. Je lichtstärker das Gerät, desto kürzer ist die tägliche Behandlungsdauer (ca. 120 Minuten bei 2.500 Lux, 40 Minuten bei 10.000 Lux).
Besonders sinnvoll ist die morgendliche Anwendung der Lichttherapie. In 70 Prozent der Fälle stellt sich bereits innerhalb weniger Tage ein antidepressiver Effekt ein.

Daneben können die folgenden Tipps hilfreich sein:

  • Die Wohnung sollte hell und freundlich gestaltet werden. Dazu bieten sich helle Stoffe, Möbel und Farben an.
  • Tagsüber möglichst in der Nähe von Fenstern aufhalten (z.B. den Schreibtisch im Büro unter ein Fenster stellen).
  • Täglich etwa 30 bis 60 Minuten spazieren gehen (möglichst um die Mittagszeit). Selbst an wolkigen Wintertagen herrscht draußen eine Lichtstärke von 2.000 Lux, während Wohnräume selten mehr als 100 Lux aufweisen.
  • Auch Sport bringt den Stoffwechsel in Schwung.
  • Urlaub im Süden oder im schneebedeckten Gebirge ermöglicht Lichtstärken von bis zu 100.000 Lux. Wenn möglich, sollten Betroffene also einen solchen Winterurlaub einplanen.
IFEMEDI, Institut für ernährungsmedizinische Information Aktualisierung: 02.11.2004
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