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Vorsicht Folsäure-Mangel!

Foto: bilderbox.com
Folsäure gilt als Schwangerschafts-Vitamin und ist vor allem in den ersten Wochen der Schwangerschaft wichtig. Aber auch für die Gesundheit von Seele, Herz und Gefäßen wird Folsäure benötigt.
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Häufig unterversorgt

Folsäure ist ein Sammelbegriff für mehrere Moleküle. Der Name ist aus dem lateinischen Wort "folium" (= Blatt) abgeleitet. Denn die Folsäure wurde erstmals (im Jahr 1941) aus Spinat-Blättern isoliert.
Gute Folsäure-Quellen sind neben Spinat z.B.
  • Weißkohl,
  • Salat,
  • Tomaten und
  • Broccoli.
Fisch und Fleisch sind eher arm an Folsäure - mit Ausnahme von Leber, denn diese ist das Speicherorgan.
In Europa und Nordamerika ist Folsäuremangel der häufigste Vitaminmangel. Dafür gibt es verschiedene Gründe.
Zum einen ist das Vitamin sehr empfindlich. Es zerfällt rasch unter der Einwirkung von Licht, Hitze und Sauerstoff. Hinzu kommt, dass es sehr gut wasserlöslich ist, weswegen es bei zu intensivem Waschen von Lebensmitteln einfach ausgespült wird.
Die Einnahme von Malariamitteln, Zytostatika und Antiepileptika sowie ein hoher Alkoholkonsum und starke Sonneneinstrahlung auf die Haut erhöhen den Bedarf des Körpers an Folsäure. Bei manchen Erkrankungen (z.B. Morbus Crohn, Zöliakie) ist die Aufnahme von Folsäure aus der Nahrung vermindert.
Ein Mangel an Folsäure äußert sich zunächst in
  • Konzentrationsstörungen,
  • Reizbarkeit und
  • depressiven Verstimmungen.
Gleichzeitig - und unbemerkt - steigt der Spiegel der Aminosäure Homocystein im Blut an. Diese ist ein Abfallprodukt des Stoffwechsels und ein Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Homocystein wird durch Folsäure in eine unschädliche Form umgewandelt.
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