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Mehr Todesfälle durch Masern

Foto: Image Source
Masern sind deutlich mehr als eine reine Kinderkrankheit. Der sehr ansteckende akute Virusinfekt macht sich mit Erkrankungen der oberen Atemwege und typischen Hautveränderungen bemerkbar.
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Neue Studie zeigt Gefährlichkeit

Die Zahl der Masernerkrankungen in Deutschland sinkt. Gleichzeitig ist die Häufigkeit der Todesfälle durch Komplikationen nach einer Maserninfektion bisher offenbar unterschätzt worden.
Bisher sind Kinderärzte von ein bis zwei Todesfällen pro Jahr durch Masern in Deutschland ausgegangen. Werden nun aber die Spätfolgen der Infektion mit einbezogen, muss man wahrscheinlich mit fünf bis zehn Toten jährlich rechnen.
Deutschlandweit wurden vom Institut für Virologie und Immunbiologie der Universität Würzburg seit 1988 rund 120 Todesfälle durch die subakute sklerosierende Panenzephalitis (SSPE) dokumentiert.
Diese seltene Krankheit ist eine Spätfolge von Masernerkrankungen. Sie führt zum schrittweisen Abbau von Nervenzellen und endet mit dem Tod. Noch fünf bis sieben Jahre nach einer Maserninfektion kann SSPE auftreten.
Die Krankheit beginnt mit epileptischen Anfällen und Bewegungsstörungen, später kommen Bewusstseinstrübungen und spastische Krämpfe hinzu, bis die Patienten ins Wachkoma fallen.
Noch ist nicht geklärt, warum bei manchen Menschen die Erkrankung ausbricht und bei anderen nicht. Jungen scheinen häufiger betroffen zu sein als Mädchen. Außerdem zeigt sich, dass je jünger Kinder bei einer Maserninfektion sind, umso höher das Risiko einer SSPE-Erkrankung ist.
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