Wenn "Mann" nicht mehr so kann
Wenn "Mann" nicht so kann wie er will, ist dies häufig sehr belastend. Doch in den meisten Fällen hat eine mangelnde Erektionsfähigkeit körperliche Ursachen - und lässt sich deshalb auch medizinisch behandeln.
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Erektion und Impotenz
Die Erektion des Mannes ist ein komplexer Vorgang. Am Anfang steht die sexuelle Erregung, die im Gehirn stattfindet. Über die Nerven wird ein Signal gegeben, das im Penis ein bestimmtes Enzym aktiviert.
Dieses bewirkt eine Erschlaffung der Schwellkörper-Muskulatur. Als Folge strömt mehr Blut in die Schwellkörper. Gleichzeitig werden die Venen, die das Blut aus dem Penis leiten, zusammengepresst, sodass sich das Blut im Penis staut: Eine Erektion entsteht.
Nach dem Orgasmus lässt zum einen der Blutzustrom nach, zum anderen wird ein weiteres Enzym, die so genannte Phosphodiesterase-5 (PDE-5) aktiviert. Diese erweitert die Venen, sodass das gestaute Blut aus dem Penis strömt, die Erektion lässt nach.
Die Erektion ist also interessanterweise ein Entspannungs-Vorgang. An ihrem Auf- und Abbau sind zahlreiche Hormone und Botenstoffe (u.a. Testosteron, Serotonin, Dopamin, Oxytocin) beteiligt.
Von erektiler Dysfunktion (Impotenz) spricht der Mediziner, wenn über mindestens ein halbes Jahr in der Mehrzahl der Fälle (etwa drei Viertel) keine ausreichende Erektion für einen Geschlechtsverkehr zustande kommt.
Das bedeutet gleichzeitig: Wenn es nur gelegentlich nicht klappt, ist das noch kein medizinisches Problem.
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