Vorsicht Bluthochdruck!
Hoher Blutdruck ist eine der Hauptursachen für Gefäßverkalkung (Arteriosklerose). Diabetiker sind besonders gefährdet.
Anzeige
Die Blutdruckmessung
Bluthochdruck tut nicht weh und bleibt deshalb oft lange unbemerkt. Er kann jedoch zu lebensbedrohlichen Folgeerkrankungen führen. Gerade bei Diabetikern sollte der Wert deshalb typischerweise unter 135/85 mmHg liegen. Als optimaler Blutdruck gelten in der Regel Werte unter 120/80 mmHg.
Dazu ist es unerlässlich, alles zu vermeiden, was den Blutdruck in die Höhe treibt: Rauchen, falsche Ernährung (zu viel, zu fett, zu salzig), übermäßigen Kaffee- und Alkoholgenuss, Übergewicht, Dauerstress. Zudem sollten Diabetiker ihren Blutdruck bei jedem Arztbesuch messen lassen und ihn ansonsten regelmäßig selbstständig zu Hause kontrollieren.
Tipps für die Selbstmessung
Zur Blutdruckmessung sind verschiedene Geräte auf dem Markt, die im Wesentlichen zwei Messmethoden unterstützen:
- die Oberarmmessung
- die Handgelenkmessung
Beide Arten der Messung werden mit einer Druckmanschette durchgeführt, die mit einem Druckmessgerät verbunden ist. Moderne Geräte funktionieren vollautomatisch: Sie werden einfach durch Knopfdruck gestartet und steuern selbsttätig den Pump- und Ablassvorgang.
- Wählen Sie die Breite der Manschette genau nach dem Umfang Ihres Oberarms bzw. Handgelenks aus.
- Kontrollieren Sie Ihren Blutdruck immer zur selben Tageszeit. Messen Sie in der Anfangszeit mehrmals täglich.
- Verzichten Sie vor dem Messvorgang auf Kaffee, Alkohol und Nikotin und ruhen Sie sich einige Minuten aus.
- Messen Sie immer im Sitzen und immer am selben Arm. Stützen Sie ihn leicht angewinkelt so auf einen Tisch auf, dass die Manschette in Herzhöhe zum Liegen kommt. Halten Sie den Arm ruhig und entspannt (keine Faust machen).
- Achten Sie darauf, dass die Manschette unmittelbaren Kontakt zur Haut hat und während des Messens nicht verrutscht.
- Pumpen Sie die Manschette zügig 30 mmHg über den Druck hinaus auf, bei dem der Puls am Handgelenk verschwindet, und lassen Sie die Luft danach langsam(!) wieder ab.
- Wichtig: Lassen Sie sich den Gebrauch des Gerätes in der Apotheke erläutern!
Oberarm- oder Handgelenkmessung?
Im Prinzip sind beide Methoden gleichwertig. Bei Patienten, die bereits an Arteriosklerose leiden oder an einer Krankheit, die das Ruhighalten des Unterarms erschwert (z.B. Parkinson), empfiehlt sich die Messung am Oberarm. Wer zu Hause misst, sollte zur Sicherheit beim Hausarzt mindestens einmal im Jahr eine Parallelmessung durchführen lassen.
Aktualisierung: 27.10.2005
Interaktive Tests
Ähnliche Artikel
|