Neue Impfempfehlungen gegen Keuchhusten
Anzeige
Maßnahmen zur Vorbeugung
Die wichtigste Maßnahme ist nach wie vor eine konsequente Impfung. Das zeigt sich daran, dass in den Jahren 1974 bis 1991, als in den alten Bundesländern die Impfung nicht empfohlen war, die Erkrankungsrate deutlich anstieg.
In letzter Zeit wurde festgestellt, dass auch vollständig (nach den bisherigen Empfehlungen) geimpfte Kinder und Jugendliche an Pertussis erkranken können. Daraus schließt die STIKO, dass der Impfschutz nach ca. fünf Jahren deutlich nachlässt.
Daher empfiehlt sie nun ein neues Impfschema mit einem zusätzlichen Termin:
- Nach wie vor: Drei Impfungen im Alter von 2 bis 4 Monaten in jeweils vierwöchigem Abstand, gemeinsam mit der Impfung gegen Diphtherie, Tetanus, Hib, Polio und Hepatitis B.
- Nach wie vor: Eine vierte Impfung im Alter von 11 bis 14 Monaten, mindestens ein halbes Jahr nach der dritten, um die Grundimmunisierung abzuschließen.
- Neu: Eine fünfte Impfung im Alter von 5 - 6 Jahren, und zwar gemeinsam mit der für dieses Alter empfohlenen Tetanus und Diphtherie-Impfung mit einem Kombinationsimpfstoff (T d aP = Tetanus, Diphterie - niedrig dosiert -, azellulärer Pertussis-Impfstoff).
- Nach wie vor : Eine Auffrisch-Impfung im Alter von 9 - 17 Jahren (jetzt die sechste Impfung), ebenfalls mit dem TdaP-Kombi-Impfstoff.
Daneben wird empfohlen, dass insbesondere Säuglinge - die ja noch nicht vollständig immunisiert und gleichzeitig besonders empfindlich für Komplikationen sind - keinen Kontakt mit hustenden Menschen haben sollten!
IFEMEDI, Institut für ernährungsmedizinische Information
Aktualisierung: 30.01.2006
vorherige Seite
1
2
3
4
nächste Seite
Interaktive Tests
Ähnliche Artikel
|