Neurodermitis in der kalten Jahreszeit
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Verschlechterung in Herbst und Winter
Nichts stresst die menschliche Haut so sehr wie Kälte und trockene Heizungsluft. Selbst gesunde Haut wird jetzt empfindlicher, spröder und anfälliger für Juckreiz. Noch stärker belastet sind allerdings Menschen mit Neurodermitis.
Kalte Luft kann wesentlich weniger Feuchtigkeit aufnehmen als warme Sommerluft. Dazu kommt, dass der letzte Rest Feuchtigkeit dann auch noch durch den Menschen selbst vertrieben wird - nicht wenige Wohnungen weisen Wüstenklima auf, ausgetrocknet durch hochgedrehte Heizungen und hermetisch abschließende Fenster.
In den gut geheizten Räumen liegt die Luftfeuchtigkeit vielfach unter 30 Prozent - dabei benötigen Haut und Schleimhäute für ein optimales Funktionieren einen Luftfeuchtigkeitswert von 50 bis 60 Prozent.
Dazu kommt, dass die Talgproduktion der Haut ab Temperaturen von 8 Grad und tiefer nicht mehr ausreichend ist. Der wichtige schützende Fett-Feuchtigkeitsfilm, der so genannte Hydrolipid-Mantel der Haut, bekommt dadurch Löcher. Der Körper wird so anfälliger für Krankheitserreger und UV-Strahlung.
Besonders der Juckreiz wird durch die kalte Jahreszeit verstärkt. Dieses quälende Symptom verursacht leicht einen Teufelskreis: Denn ist die Haut erst einmal aufgekratzt, haben infektiöse Bakterien ein leichtes Spiel, wodurch sich der Juckreiz erst recht verstärkt.
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