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Haaranalyse: Was ist dran?

Foto: PhotoDisc
Spätestens seit dem "Fall Daum" hat die Untersuchung von Haaren als Analysemethode öffentliches Interesse gefunden. Doch was kann die Haaranalyse wirklich, für welche Zwecke ist sie sinnvoll?
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Langzeit-Gedächtnis

Befürworter der Haaranalyse führen an, dass die Haare so etwas wie ein Langzeitspiegel für verschiedenste Stoffe sind. Alle möglichen Substanzen, die im Blut zirkulieren, so heißt es, werden auch von den Haarwurzeln in die Haare eingebaut.
Da die Haarsubstanz, nachdem sie einmal gebildet ist, keinen Stoffwechsel mehr hat, können die einmal eingelagerten Stoffe nicht mehr abgebaut werden. Das unterscheidet die Haare - und übrigens auch die Nägel - von lebendem Gewebe wie auch vom Blutkreislauf.
Denn von dort verschwinden viele Substanzen wieder auf die eine oder andere Art: Sie werden verbraucht (z.B. Nährstoffe), über die Nieren ausgeschieden oder auch im Körper abgelagert, etwa im Fettgewebe oder auch in der Leber.
Insofern ist eine Blut- oder auch eine Urinprobe immer nur eine Momentaufnahme: Sie zeigt den aktuellen Spiegel der untersuchten Substanzen - aber nicht, wie hoch dieser vor einem Tag, vor einer Woche oder vor drei Monaten war.
Dadurch, dass der Körper die einmal gebildete Haarsubstanz nicht mehr verändert, bleiben auch einmal eingelagerte Stoffe dort erhalten. So kann prinzipiell ein Gebrauch von Drogen noch nachgewiesen werden, wenn die Mittel im Blut schon längst abgebaut sind.
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