Impfung gegen Schweinegrippe
Die Entwicklung der Impfstoffe gegen das H1N1-Virus ist nahezu abgeschlossen, sie sollen in den nächsten Wochen zur Verfügung stehen. Zunächst sollen vor allem Menschen mit chronischen Erkrankungen oder anderen schweren Erkrankungen, Schwangere und so genanntes Schlüsselpersonal (Beschäftigte im Gesundheitswesen, Polizei, Feuerwehr) geimpft werden.
Die Impfung wird ausschließlich auf freiwilliger Basis angeboten, Zwangsimpfungen sind nicht vorgesehen. Eltern können für ihre Kinder frei entscheiden, ob diese eine Impfung erhalten sollen.
Für eine vollständige Immunisierung sind zwei Impfdosen notwendig. Der Mindestabstand zwischen den Impfungen sollte nach Expertenmeinung bei etwa zwei Wochen liegen. Ein Immunschutz stellt sich zwischen der ersten und zweiten Impfung ein und ist etwa 10 Tage nach der zweiten Impfung komplett.
Die Impfstoffe gegen die Schweinegrippe enthalten immunverstärkende Zusatzstoffe. Diese rufen eine verstärkte Immunantwort hervor, die auch dann noch wirksam sein soll, wenn sich das Virus punktuell in seinen Oberflächenbausteinen verändert.
Der Impfstoff soll auch dann noch schützen, wenn sich die krankmachende Wirkung (Pathogenität) des Virus verändert. Bei einer größeren Veränderung des Virus, wie sie befürchtet wird, kann jedoch eine Anpassung des Impfstoffes notwendig werden.
Gegen die saisonale Grippe wirkt der Impfstoff nicht - genau wie die Impfung gegen die saisonale Grippe wohl keinen Schutz vor dem neuen Virustyp bietet.
Bislang lehnt die Mehrheit der Deutschen allerdings eine Impfung ab. Eine repräsentative Umfrage im Auftrag des "Spiegels" zeigt, dass nur 13 Prozent sich immunisieren lassen wollen, 25 Prozent wollen "wahrscheinlich" eine Impfung.
Insbesondere junge Menschen sind impfmüde: Nur 28 Prozent aller 18- bis 29-Jährigen stehen der Impfung positiv gegenüber. Dabei stammen aus dieser Altersgruppe viele der offiziell registrierten Fälle in Deutschland.