Die Weide als Heilpflanze
Medizinisch genutzt wird die Rinde der Weide, deren Name vom althochdeutschen "wida" stammt, was "die Biegsame" bedeutet. Bereits im 19. Jahrhundert wurde der entscheidende Wirkstoff isoliert und chemisch produziert. (Naturmedizin 16.9.09, S. 10/11)
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Biologisch-historische Betrachtung
Die Familie der Weidengewächse ist sehr groß, weltweit gibt es etwa 300 unterschiedliche Weidenarten. Es gibt Weiden, die als Baum mehrere Meter hoch werden und solche, die als Strauch niedrig gewachsen sind.
Auch die Blätter der einzelnen Arten unterscheiden sich stark voneinander. Die Blüten zeigen sich im Frühjahr, noch bevor die ersten Blätter erscheinen. Es gibt männliche und weibliche Weidenblüten.
Die männlichen Weidenkätzchen erkennt man an ihrem gelben Staubbeutel, die weiblichen hingegen sind grün. Jeder Weidenbaum oder -strauch hat nur Blüten eines Geschlechts. Für medizinische Zwecke eignet sich aber nur die Rinde.
Den ältesten Beleg für die Verwendung der Weide als Heilpflanze liefert eine alte Tontafel aus der Zeit rund um das Jahr 700 v. Chr. Sie zeigt neben anderen assyrisch-babylonischen Rezepturen auch Weidenblätter.
Der griechische Arzt Hippokrates hat seine Patienten bei Krämpfen und Nervenleiden ebenfalls mit Zubereitungen aus der Weide behandelt. Auch die alten Germanen und Kelten kochten die Rinde von Weidenbäumen ab, um sich von allerlei Krankheiten zu befreien.
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