Das diesjährige Motto zum Weltrheumatag lautet "Rheuma - keine Frage des Alters". Damit wollen die Verbände der Deutschen Rheumaliga gegen das immer noch weit verbreitete Vorurteil zu Felde ziehen, dass Rheuma eine Erkrankung des reiferen Alters sei.
Keine Frage des Alters
Die Präsidentin der Deutschen Rheumaliga, Prof. Dr. Erika Gromnica-Ihle, führt aus: "Erkrankungen wie Rheumatoide Arthritis, Morbus Bechterew, Valkulitiden, Kollagenosen oder auch das Fibromyalgie-Syndrom, können bereits im Alter zwischen 20 und 50 auftreten. Und es sind sehr ernst zu nehmende Leiden, mit oft schweren Folgen für die Betroffenen."
Dies steht vielfach im Gegensatz zur breiten öffentlichen Meinung, in der wenig bekannt ist, dass Rheumaerkrankungen keineswegs altersbedingte Zipperlein sind, sondern komplexe, neben den Gelenken auch innere Organe betreffende Krankheitsbilder.
Nach Einschätzung der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie leben etwa 1,5 Millionen Menschen in Deutschland mit entzündlich-rheumatischen Erkrankungen. Dazu zählen auch Kinder und Jugendliche.
Ein bis zwei Millionen Bundesbürger leiden an der chronischen Schmerzerkrankung "Fibromyalgie". Andauernde Schmerzen und immer wiederkehrende Krankheitsschübe belasten den Alltag, Beruf, Familie und Partnerschaft - gerade im jüngeren und mittleren Alter.
Neben den Aktionen zum Weltrheumatag steht auch der aktuelle Herta-Seebaß-Medienpreis unter dem Motto "Rheuma - keine Frage des Alters". Informationen gibt es bei der
Deutschen Rheumaliga.
Die diesjährige Hauptveranstaltung findet am 11. Oktober von 9.30 bis 16.00 Uhr im Kreiskrankenhaus Plochingen (in der Nähe von Stuttgart) statt. In verschiedenen Vorträgen informieren Ärzte über rheumatische Erkrankungen, in Workshops gibt es Tipps zur Therapie und Prophylaxe.