Rheumatische Augenentzündung
Zu den rheumatischen Erkrankungen, die Kinder und Jugendliche betreffen, gehören auch Entzündungen der Iris der Augen. Diese Entzündung wird medizinisch als Iridozykitis bezeichnet. Betroffen sind die Iris sowie die Ziliarkörper.
Die Iris stellt den ringförmigen, farbigen Bereich des sichtbaren Anteils des Auges dar, der die Augenfarbe bestimmt und die schwarz aussehende Pupille umschließt. Nach hinten und daher nicht sichtbar setzt sich die Regenbogenhaut in den Ziliarkörper fort.
Dieser produziert die Augeninnenflüssigkeit, das so genannte Kammerwasser, das wichtige Nährstoffe für die Hornhaut und die Linse erhält sowie für die Aufrechterhaltung des Augeninnendruckes wichtig ist.
Die Iridozykitis ist häufig im Rahmen einer rheumatischen Grunderkrankung anzufinden. Dabei kann eine mehr akute Form mit Rötung, Schmerz, Tränenfluss und Lichtempfindlichkeit von einer symptomarmen Form mit länger dauernden Schüben unterschieden werden.
Am häufigsten wird die rheumatische Iridozykitis im Rahmen der juvenilen idiopathischen Arthritis und hier vor allem bei der Untergruppe Oligoarthritis beobachtet. Diese Erkrankung tritt meist bei Kleinkindern auf, Mädchen sind häufiger betroffen als Jungen.
Meist sind bei der Oligoarthritis nur wenige Gelenke betroffen, in vielen Fällen Knie oder Sprunggelenk. Bei 30 bis 40 Prozent dieser Kinder entwickelt sich auch eine rheumatische Iridozykitis. Wichtig sind regelmäßige augenärztliche Untersuchungen, um die Augenkrankheit zu erkennen. Insbesondere die chronische Form verläuft oft ohne auffällige Symptome.
Weitere Informationen über Rheuma und insbesondere Rheuma bei jungen Menschen gibt es auf den Seiten der
Jungen Rheumaliga.