Gut zu den Venen: Die Rosskastanie
Ursprünglich wurden die dunklen Samen der Rosskastanie vor allem zur Heilung von Pferden genutzt. Inzwischen ist jedoch bekannt, dass Kastanienextrakte gut zu den menschlichen Venen sind. (Natürlich gesund + munter 27.10.09, S. 2)
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Die Kastanie in der Historie
Im Winter, wenn andere Bäume noch grau sind, präsentiert die Rosskastanie pralle Knospen, im Frühling große, prächtige Blütenkerzen und im Sommer dient ihr Blätterdach als Schattenspender. Im Herbst schließlich fallen die tiefbraunen und glänzenden Samen zu Boden.
Ihre ungewöhnlich großen, fast wie Mahagoniholz glänzenden Samen machen die mächtige, bis zu 35 Meter hohe und im Frühjahr weiß blühende Rosskastanie so wertvoll.
Genau wie Esskastanien - als heiße Maroni im Winter geschätzt - sind auch Rosskastanien stärkereich und deshalb vor allem für Wild sehr nahrhaft. Weil jedoch ihr hoher Gehalt an Bitterstoffen Menschen nicht gerade zum Verzehr einlädt, beschränkte man sich auch in schlechten Zeiten darauf, aus Rosskastanien Kaffeeersatz, Leim und Waschmittel herzustellen.
Der botanische Name der Rosskastanie Aesculus hippocastanum ist durchaus wörtlich zu nehmen, denn zunächst war sie ein Heilmittel für Pferde, die an Husten und Dämpfigkeit (Lungenemphysem) litten.
In der ursprünglichen Heimat Vorderasien mischten türkische Pferdeknechte Kastanien unter das Futter, um die Tiere wieder fit zu machen. Nach Westeuropa kam der Baum erst vor etwa 450 Jahren.
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