Gelb, gelb, gelb
- so blüht der (heilkräftige) Enzian, auch wenn uns ein blonder Sänger seit Jahrzehnten etwas anderes weismachen will. Es gibt zwar auch einen blauen, aber der sieht nur schön aus. Die Enzianwurzel ist vor allem gut für die Verdauung.
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Die Enziane
"Enzian" ist nicht eine Art, sondern eine Gattung (Gentiana), die 300 - 400 Arten umfasst. Die meisten Enziane wachsen im Gebirge. Der Gattungsname wird auf Gentius zurückgeführt, der 180 - 168 v. Chr. König von Illyrien (westlicher Balkan) war. Er soll als erstes die Wirkung des Enzians erkannt haben.
Man nimmt an, dass es sich dabei um eine der großen Enzian-Arten gehandelt hat, zu denen auch der Gelbe Enzian (Gentiana lutea) gehört. Dieser kann bis zu 1,5 m groß und über 50 Jahre alt werden.
Dafür wächst er recht langsam und blüht erst nach zehn Jahren. Die kräftige Wurzel kann 1 m lang und 1,5 kg schwer werden.
In ihr konzentrieren sich die Bitterstoffe, die der Enzian zum Schutz vor Fraßfeinden bildet. Bei einigen Enzianarten ist auch das Kraut bitter, sodass Weidetiere einen großen Bogen darum machen.
Da das langsame Wachstum durch zu häufiges Hacken der Wurzel zu stark beeinträchtigt würde, steht der Enzian unter strengem Naturschutz. Für arzneiliche Zwecke wird er kontrolliert gezüchtet.
Auch der schöne blaue Alpen-Enzian (Gentiana alpina) sowie alle anderen Enziane dürfen weder gepflückt noch ausgegraben werden.
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