Sehr geehrte Besucher.
Um unsere Seiten vollständig nutzen zu können, sollten Sie Javascript aktivieren.

Gelb, gelb, gelb

Anzeige

Bittere Medizin

Wenn der Satz stimmt, dass eine gute Medizin bitter sein muss, dann gilt das ganz besonders für den Enzian. Denn es ist seine Bitterkeit, die ihn zur Medizin macht.
Vor über 2.000 Jahren wurde er als Mittel gegen die Pest verwendet. Dazu nutzt man ihn in der Volksmedizin bei Fieber ("Fieberwurzel"), Blutarmut, Rheuma und Gicht sowie gegen Alkoholsucht.
Von Pfarrer Sebastian Kneipp ist dieses Zitat überliefert: "Wer ein noch so kleines Gärtlein hat, sollte darin haben Enzian, Salbei und Wermut; dann hat er sogleich eine Apotheke zur Hand."
Hauptwirkstoffe sind Bitterstoffe wie Gentianopicrin und Amarogentin - eine der stärksten Bittersubstanzen, die der Mensch kennt. Hinzu kommen Zuckerstoffe, z.B. Gentobiose, sowie Zuckerstoffe.
Bittere Substanzen reizen die Geschmacksknospen. Dadurch werden über den Nervus vagus, einen weit verzweigten Hauptnerv des Körpers, der Speichelfluss sowie der Fluss von Magen- und Gallensäften angeregt. Das fördert Appetit und Verdauungstätigkeit.
Dafür ist allein entscheidend, wie stark die Bitterkeit ist. Der Gelbe Enzian gilt als der "Stärkste" (sein Extrakt ist noch in einer Verdünnung von 1 : 200.000 deutlich bitter), zudem ist er aufgrund seiner Größe gut nutzbar.
Im Gebrauch sind aber auch andere große Arten wie Ostalpen-Enzian (Gentiana pannonica), Tüpfel-Enzian (Gentiana punctata) oder Purpur-Enzian (Gentiana purpurea). Dagegen ist z.B. der viel besungene blaue Enzian deutlich weniger bitter und auch viel kleiner.
Stichwortsuche
Suchen

Apothekensuche
Hier finden Sie Apotheken, die Sie qualifiziert zum Thema Heilpflanzen beraten.

Heilpflanzen
Kennen Sie sich mit Heilpflanzen aus?
Wissenstest Heilpflanzen
Hier können Sie Ihr Wissen testen!
Viel Spaß beim Test