Neuer Trend: Spagyrische Mittel
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Gewinnung und Einordnung
Spagyrische Mittel beruhen auf einer speziellen Aufbereitung pflanzlicher, mineralischer oder metallischer Substanzen. Ausgehend von der Form oder der Farbe einer Pflanze oder ihres Saftes wurde versucht, Rückschlüsse auf ihre Wirkung zu ziehen.
So verwendete man etwa Melisse wegen ihrer herzförmigen Blätter gegen Herzbeschwerden. Durch Methoden wie Gärung, Destillation oder Filtration werden die Pflanzenbestandteile voneinander getrennt.
Nur wirksame und ungiftige Teile werden später für die Tinktur wieder eingesetzt. Der Tinktur werden dann eine besonders starke Wirkkraft und eine gute Verträglichkeit nachgesagt. Während die Homöopathie vom Ende des 18. Jahrhunderts an immer bekannter wurde, geriet die Paracelsus-Medizin nahezu in Vergessenheit.
Heute wächst das Interesse wieder. Spagyrische Essenzen gibt es rezeptfrei in Apotheken als Einzel- oder Kombinationsmittel oder individuell gemischt (50 ml für etwa 14 Euro). Meist werden sie als Urtinktur, also unverdünnt angeboten. Sie können auf die Zunge geträufelt oder mit Wasser vermischt eingenommen werden.
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