Wie die Pubertät ist das Klimakterium eine Zeit des hormonellen Wandels. Derzeit nimmt etwa jede zehnte Frau während der Wechseljahre Hormone. Doch es gibt auch hilfreiche Heilpflanzen. (Woche Heute 10.3.10, S. 50 - 53)
Charakteristika der Wechseljahre
Die Hormonproduktion in den Eierstöcken versiegt langsam, bis das Organ seine Funktion einstellt. Starke Beschwerden wie Hitzewallungen, nächtliche Schweißausbrüche oder Schlafprobleme lassen sich mit Hormonen behandeln.
Studien haben gezeigt, dass dann das Risiko für Brustkrebs steigen kann. Auch die Gefahr von Thrombosen ist erhöht. Vorsicht ist geboten, wenn in der Familie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Thrombosen, Lungenembolien oder Brustkrebs bekannt sind.
Deshalb werden Hormone auch nur dann eingesetzt, wenn sie wirklich notwendig sind. Die Mittel sollten dabei möglichst niedrig dosiert sein und nur über einen kurzen Zeitraum eingenommen werden.
Osteoporose kann durch die Gabe von Hormonen aufgehalten werden - allerdings soll man dieses ebenso effektiv über eine gesunde und calciumreiche Ernährung bewerkstelligen können.
Prof. Dr. Manfred Kaufmann, Direktor der Frauenklinik an der Universität Frankfurt, empfiehlt, Hormone als Pflaster oder Gel zu verwenden. Diese sollen verträglicher als Tabletten sein, die man schluckt. Pflaster klebt man zwei Mal die Woche auf die Haut, Gel wird täglich aufgetragen.
Auch spricht Prof. Kaufmann die Empfehlung aus, mit sanften Mitteln gegen Wechseljahrsbeschwerden vorzugehen.