Neue Risikomarker für Herz-Kreislauferkrankungen
Unter Herz-Kreislauferkrankungen leiden nicht nur Menschen, die die typischen Risikomerkmale wie Bluthochdruck, Übergewicht oder zu hohe Cholesterinspiegel aufweisen. Neue so genannte Risikomarker sollen hier weitere Einsichten bringen.
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Der Omega-3-Index
Insbesondere bei subjektiv Gesunden tritt häufig ein so genannter plötzlicher Herztod auf. In Deutschland sind es jährlich etwa 120.000 Personen. Klassische Risikofaktoren wie Alter, Geschlecht, Rauchen, Bluthochdruck und erhöhte Cholesterinwerte greifen hier nicht.
Obwohl diese Werte bei den Betroffenen ermittelt wurden und im Normbereich lagen, starben sie. Daher ist es notwendig, neue Methoden zu entwickeln, mit denen Risiken für Herz-Kreislauferkrankungen erkannt - und entsprechende Präventionsmaßnahmen eingeleitet werden können.
Zu den momentan erforschten Risikomarkern gehören beispielsweise die Koronarkalkbestimmung, die Messung von Homocysteinwerten sowie die Bestimmung von Lipoprotein A.
Viel versprechender Marker beim Thema plötzlicher Herztod ist offenbar der Omega-3-Index, den die Mediziner Prof. Dr. WS Harris (Sanford University, USA) und Prof. Dr. C. von Schacky (Ludwig Maximilians-Universität München) erfunden und definiert haben.
Grundlage der Definition ist die Messung der Fettsäurezusammensetzung in den Erythrozyten, den roten Blutkörperchen, die den Sauerstoff von der Lunge in den gesamten Körper transportieren.
Dabei werden die Werte der beiden wichtigen Omega-3-Fettsäuren Eicosapentaensäure (EPA) und Docosahexaensäure (DHA) ermittelt. Die Höhe des Omega-3-Indexes kann dabei u.a. vom Fischverzehr, Alter, Geschlecht, Gewicht und Vorerkrankungen beeinflusst werden.
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