10. Mai: Tag gegen den Schlaganfall
Der bundesweite "Tag gegen den Schlaganfall" am 10. Mai steht in diesem Jahr unter dem Motto: "Den Blick schärfen für die Rehabilitation". Im Fokus steht die Zeit nach dem akuten, zum Teil lebensbedrohlichen Ereignis.
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Wie aus heiterem Himmel
Ein Schlaganfall (Apoplex cerebri) trifft die meisten wie aus heiterem Himmel: Von einem Moment auf den anderen verliert man die Fähigkeit zu sprechen, man kann seine Gliedmaßen nicht mehr bewegen oder nicht mehr normal sehen.
In Deutschland ereignen sich jährlich etwa 200.000 erstmalige Schlaganfälle. Rund 20 Prozent der Schlaganfallpatienten sterben innerhalb von vier Wochen, über 37 Prozent innerhalb eines Jahres. Rund die Hälfte der überlebenden Patienten bleibt ein Jahr nach dem Ereignis dauerhaft behindert und ist auf fremde Hilfe angewiesen.
Ein Schlaganfall resultiert aus einer Durchblutungsstörung des Gehirns. Er entsteht, wenn hirnversorgende Arterien verstopft sind oder platzen. Durch die daraus folgende Minderversorgung der Gehirnzellen mit Sauerstoff und Nährstoffen können wichtige Funktionen des Gehirns schlagartig ausfallen.
Für etwa 80 Prozent aller Schlaganfälle ist eine Verstopfung der Gefäße verantwortlich. Sie entsteht durch Blutgerinnsel, die entweder mit dem Blutstrom aus anderen Gefäßen kommen (Embolie) oder direkt vor Ort entstehen (Thrombose).
Deutlich seltener entsteht ein Schlaganfall durch das Platzen eines Hirngefäßes. Hier sprechen Mediziner dann im Gegensatz zum Hirninfarkt von einer Hirnblutung.
Abhängig von der betroffenen Hirnregion kann ein Schlaganfall unterschiedliche Auswirkungen haben. Charakteristisch sind die Lähmung oder Gefühlsstörungen einer Körperhälfte sowie Seh- und/oder Sprachstörungen.
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