22. Mai: Europäischer Tag zur Bekämpfung der Adipositas
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Kinder besonders gefährdet
Kinder sind durch Adipositas besonders gefährdet. Übergewicht ist in der Europäischen Region die häufigste gesundheitliche Störung im Kindesalter. Derzeit sind ungefähr 20 Prozent der Kinder übergewichtig, von diesen wiederum ein Drittel adipös.
Diese Kinder haben ein stark erhöhtes Risiko, einen Typ-2-Diabetes zu entwickeln, an Bluthochdruck zu erkranken, an Schlafstörungen zu leiden sowie psychosoziale Probleme zu bekommen.
Zudem gehen Experten davon aus, dass 60 Prozent der vor der Pubertät übergewichtigen Kinder auch im jungen Erwachsenenalter Übergewicht haben werden. Dies hat eine Absenkung des Durchschnittsalters zur Folge, in dem nichtübertragbare Krankheiten wie Diabetes erstmals auftreten.
Somit wird die Prävention der Adipositas zu einem dringenden gesundheitspolitischen Ziel, das sich die Europäische Ministerkonferenz der Weltgesundheitsorganisation (WHO) bereits auf ihrem Kongress im November 2006 auf die Fahnen geschrieben hat.
Als historische Parallelen bieten sich hier die im 18. und 19. Jahrhundert eingeführten Maßnahmen für eine saubere Trinkwasserversorgung sowie Kanalisationsprojekte und Lebensmittelkontrollen an - oder in jüngerer Zeit Luftreinhaltemaßnahmen, Alkohol- und Sitzgurtkontrollen im Straßenverkehr und Rauchverbote an öffentlichen Orten.
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