Herzinfarkt und Schlaganfall sind die schlimmsten Folgen der Arteriosklerose, im Volksmund auch Arterienverkalkung genannt. Viele Menschen haben solche Gefäßveränderungen, ohne davon zu wissen.
Nach 200 Metern tut es weh
Eines der größten Wunderwerke im menschlichen Körper wird oft erst bemerkt, wenn es kränkelt: die Blutgefäße, ein 97.000 km langes, lebenswichtiges Netz an Transportbahnen, das Vitamine, Sauerstoff, Reparatur- und Abwehrstoffe in jede Körperzelle schleust.
Aber immer öfter drohen diese Adern, die Arterien, zu verstopfen. Allein in Deutschland sterben jedes Jahr 290.000 Menschen durch die Verstopfung der Blutgefäße. Denn diese Arterienverkalkung ist die Hauptursache für Herzinfarkt und Schlaganfall.
Damit gehört die Arteriosklerose zu den gefährlichsten Krankheiten unserer Zeit. Dazu kommen die etwa fünf Millionen Menschen, die beim Gehen so starke Schmerzen haben, dass sie immer wieder stehen bleiben müssen.
Bei ihnen ist die Durchblutung der Arme und der Beine durch Ablagerungen in den Arterien gestört. Das tückische daran ist, dass die Betroffenen lange vorher davon nichts merken, denn selbst wenn das Gefäß zu 80 Prozent verschlossen ist, reicht das noch aus, um das umliegende Gewebe mit Blut zu versorgen.
Wird spätestens jetzt nicht etwas dagegen unternommen und die Arterien der Arme oder Beine sind völlig dicht, dann bleibt nur die Amputation und dies sind immerhin etwa 30.000 Fälle pro Jahr. Erschreckend kommt noch dazu, dass bereits jeder sechste Jugendliche im Alter zwischen 15 und 20 Jahren in seinen Adern Veränderungen aufweist.
Diese werden im Laufe seines Lebens so zunehmen, dass eine Arteriosklerose entstehen muss. Um diesem Voranschreiten Einhalt zu bieten, ist es aber in keinem Fall zu spät. Aber es setzt die Bereitschaft voraus, seinen persönlichen Lebensstil zu ändern. Nur dann kann das Fortschreiten der Arteriosklerose aufgehalten oder sogar zurück gebildet werden.