Enzyme werden auch als Biokatalysatoren bezeichnet. Manche werden vom Körper selbst gebildet, doch die meisten werden über die Nahrung zugeführt. Enzyme sind quasi eine Art Zünder, der die meisten Stoffwechselvorgänge überhaupt erst möglich macht. (Viel Spaß 9.2.11, S. 42/43)
Funktion und Forschung
Dabei sind die kleinen Helfer echte Spezialisten. Nicht jedes Enzym kann jede Reaktion in Gang setzen. Es wird vermutet, dass etwa 20.000 verschiedene Enzyme im menschlichen Organismus aktiv sind.
Davon sind bis dato aber erst um die 2.500 erforscht. Bekannt ist zum Beispiel, dass das Ananas-Enzym Bromelain Schwellungen und Schmerzen zuverlässig lindern kann, während das Papain aus unreifen Papayas die Abwehrkräfte unterstützen soll.
Trypsin ist tierischer Herkunft und kann unter anderem die Fließeigenschaften des Bluts beeinflussen. Andere Enzyme sind für die Verwertung von Vitaminen zuständig oder steuern Zellerneuerungs- und Entgiftungsprozesse.
Deshalb raten einige Experten bei vielen Gesundheitsstörungen, zusätzlich Enzym-Präparate (z.B. Wobenzym oder Bromelain-POS) einzunehmen. Hier werden gängige Einsatzgebiete vorgestellt.