Die Welt der Lebensmittel ist voller Weisheiten und Ratschläge. Dabei ist längst nicht alles richtig, was rund um die angeblich gesunde Ernährung verbreitet wird. Und das gilt nicht nur für das Vorurteil, dass Spinat voller Eisen steckt.
Nicht automatisch gesund
Obst, Gemüse und Brot gehören zu den Lebensmitteln, die man pauschal als gesund einstufen würde. Insbesondere beim Brot hält sich das Vorurteil, dass dunkles Brot gesünder sei als helles Brot.
Dies ist allerdings nicht immer so, denn eine dunkle Brotfarbe ist nicht unbedingt ein Hinweis auf die Verwendung von Vollkornmehl. Oft werden Weizenbrote dunkel eingefärbt, z.B. mit Malz. Dann sieht das Brot zwar gut aus, ist aber eben doch nur aus einfachem, wenig mineralstoffhaltigem und stark vermahlenem Mehl gebacken.
Frisches Brot führt auch nicht zu Bauchweh, wie es viele Großmütter ihren Enkeln immer noch mit auf den Weg geben. Die Warnung ist wohl darauf zurückzuführen, dass frisches Brot einfach viel besser schmeckt - und daher das altbackene liegen gelassen wurde.
Falsch ist auf jeden Fall, dass die Backhefe im Magen weiter aufgeht. Temperaturen von über 200 Grad, wie sie beim Backen erreicht werden, übersteht die Hefe nicht. Zwar produziert Sauerteig auch im Magen noch etwas Kohlensäure, aber diese wird einfach ausgeatmet.
Seit etwa 100 Jahren gilt Spinat als der Eisenlieferant par excellance. Zwar ist seit langem bewiesen, dass damals die Zahlen falsch notiert wurden - aber Spinat steht trotz seiner Unbeliebtheit bei vielen Kindern immer noch häufig auf dem Speiseplan.
Gleichzeitig hält sich auch Großmutters Küchenregel, dass er nicht aufgewärmt werden darf - genau wie Pilzgerichte. Grundsätzlich gilt, dass beide Lebensmittel aufgewärmt werden dürfen, wenn man einige Regeln beherzigt.
So sollten Spinat oder Pilze nach dem Kochen schnell abgekühlt und im Kühlschrank gelagert werden. Das Spinatwasser abtropfen lassen, denn darin befindet sich ein großer Teil des Nitrats, der sich in das giftige Nitrit umwandeln kann. Säuglinge niemals mit Spinat füttern.
Die Farbe verleitet wohl dazu zu denken, dass grüner Salat voller Vitamine steckt. Wahr ist jedoch, dass er keine Vitaminbombe ist und hauptsächlich aus Wasser besteht. Insbesondere Treibhausware ist vitamintechnisch ganz weit hinten anzusiedeln - besser kommen Paprika, Tomaten und Äpfel daher.