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Heilsamer Beinwell

Foto: Isolde Altersberger / Henriette Kress
Schon seit geraumer Zeit wissen Heilkundler um die schmerzlindernde und heilungsfördernde Wirkung des Beinwells. So wurde die Pflanze bereits im Mittelalter verwendet und ist auch heute noch ein fester Bestandteil der Pflanzenheilkunde. (Happinez 5.4.11, S. 72/73)
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Beinwell in der Historie

Zuerst schabte man die "Schmerzwurz", dann wurde "ein Pflaster darauss gemacht und über die frischen Wunden gelegt, heftet dieselbigen zusammen. Die Wurzel zerstossen und übergehlehgt heilet die brüch".
So beschreibt es Leonhardt Fuchs im Jahr 1543 in seinem "New Kreutterbuch". Bisweilen traute man dem Beinwell sogar nahezu wundersame Wirkungsweisen zu. So schreibt ein Apotheker im 18. Jahrhundert:
"Wenn man diß Kraut sammt der Wurzel in einem Bade wohl siedet und bißweilen die jungen Wittweiber, welche gerne wieder heyrathen wollen darinnen badet, so werden sie gleich wieder zur Jungfrau".
Ob das Gewächs mit den rauen Blättern und den zierlichen weißen oder blaulila Blüten wirklich alles wieder rückgängig machen kann, darf wohl zu Recht bezweifelt werden. Doch was die Heilkraft für Knochen, Muskeln und Gelenke betrifft, gilt Beinwell in der Pflanzenheilkunde als konkurrenzlos.
Der lateinische Name Symphytum officinale leitet sich von symphein - zusammenwachsen - ab. Und als Bein bezeichnet man früher nicht nur die Körperteile, die man zum Laufen verwendet, sondern alle Knochen.
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