Gegen das "Gewitter im Kopf"
Während eines Migräneanfalls können Betroffene ganze Tage lang weder arbeiten noch das Leben genießen. Mittlerweile ist Migräne als eigenständige chronische Krankheit anerkannt. Mit den folgenden Maßnahmen kann man die Beschwerden lindern. (Freundin 10.8.11, S. 110-115)
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Altbekanntes Leiden
Lange galt Migräne als medizinisch unbedenklich und wurde als Zipperlein eingebildeter Kranker abgetan. Dabei leiden in Deutschland rund vier Millionen Menschen unter den hämmernden Kopfschmerzen. Die Hirnforschung versteht die Mechanismen immer besser, so dass man gegen die Beschwerden früher und effektiver vorgehen kann.
Migräne ist keine Erfindung der Neuzeit. Schon die alten Griechen und Römer kannte diese Form des Kopfwehs. So ist aus dem lateinischen "Hemicrania" (halber Schädel) der heutige Begriff Migräne entstanden.
Im Mittelalter befand Hildegard von Bingen, dass die Migräne nur deshalb eine Kopfhälfte befallen würde, weil man den Schmerz beidseitig gar nicht aushalten könnte.
Dank neuer bildgebender Verfahren wie der Kernspintomografie weiß man heute, dass eine Überreaktion der Nerven im Hirnstamm die Schmerzen auslöst.
Wenn man beispielsweise zu viel Stress hat, können die Nervenbahnen übererregt werden. Sie schütten Entzündungsbotenstoffe und aufputschende Hormone aus, die wiederum das Blut verstärkt in die Blutgefäße der Hirnhaut schießen lassen. Auf diese Weise entsteht der typische Schmerz.
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