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Antibiotika: Selbst Ärzte zu sorglos

Foto: bilderbox.com
Antibiotika werden häufig falsch eingesetzt. Sorgloser Umgang und falsche Dosierung erhöhen die Zahl der Resistenzen, schwächen somit die verfügbaren Mittel und können für Patienten sogar lebensgefährlich sein, so warnen Experten.
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Antibiotika sind nie harmlos

An der Fehlmeinung, dass es "milde" Antibiotika gebe, rüttelt der Wiener Infektiologe Florian Thalhammer. "Sogar bei einem großen Teil der Mediziner fehlt das Bewusstsein völlig, dass man Antibiotika nicht nach dem Prinzip 'hilft es nicht, schadet es nicht' einsetzen kann.
Vielmehr ist jedes Antibiotikum ein hochwirksames Medikament, das bei falscher Verwendung Resistenzen oder Nebenwirkungen auslöst. Es muss daher immer richtig indiziert und in korrekter Dosis eingenommen werden."
Sinnlos sind Antibiotika, die ja nur bei bakteriellen Entzündungen wirken, beispielsweise bei der von Viren ausgelösten Erkältung, jedoch auch bei 80 Prozent der akuten Bronchitis-Fälle. Das Resistenzen-Problem - die Zahl der Erstbeschreibungen von Resistenzen steigt weiterhin rasch - werde dadurch nur verschlimmert.
"Fasche Indikationen züchten Resistenzen, und falsche Dosierungen sorgen für eine Selektionierung, die im schlimmsten Fall den Tod des Patienten nach sich zieht", so Thalhammer.
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