Unterzuckerung ist ein bekanntes Phänomen in jeder Sportart. Was führt dazu, wie kann man es vermeiden? Als Energiezufuhr empfehlen wir Flüssigzucker, eingepackt in eine Tube, die man bei Bedarf problemlos aussaugen kann.
Unterzuckerung: kalter Schweiß
Sportliche Höchstleistungen wie beispielsweise das Tauchen bei starken Strömungen oder lange Tauchgänge kosten Kraft. Insbesondere Diabetiker brauchen eine gute Versicherung gegen Unterzuckerung beim Sport.
Eingepackt wie in eine Zahnpastatube lässt sich die Jubin Zuckerlösung selbst unter Wasser im Jacket mitführen und bei Bedarf problemlos aussaugen. Eine Tube hat 527 kJ (124 kcal) und entspricht 2,6 BE.
Eben noch hatte Manfred beim Langstreckentraining die zweite Luft bekommen. 250 Meter schnorcheln hatte der Tauchlehrer angesagt, zehn Bahnen immerhin. Sechs davon waren vorbei und Manfred wollte noch mal Tempo machen. Doch plötzlich ein Schwächeanfall. Kalter Schweiß brach ihm selbst im Wasser aus, er fing an zu zittern und wurde schlapp. Und dann kam der Heißhunger.
Was Manfred erlebte, erleben täglich hunderte von Menschen, die sich in irgendeiner Form körperlich belasten: Ein Leistungstief, verbunden mit Zitteranfällen und Heißhunger. Der Mediziner nennt das Hypoglykämie, Unterzuckerung.
Der menschliche Körper ist auf ein Niveau von 55 bis 120 Milligramm Zucker pro Deziliter Blut (mg/dl) eingestellt. Liegt dies ständig, d.h. krankhaft, über 120 mg/dl, spricht man von Diabetes. Fällt das Niveau unter 55 Milligramm Zucker, ist der Zustand der Unterzuckerung mit den oben genannten Symptomen eingetreten.
Die Regulierungsmechanismen im Körper sind durchaus kompliziert. Zunächst sind Kohlenhydrate (Stärke, Zucker) verantwortlich dafür, dass die Muskeln überhaupt arbeiten können. Über die Nahrung werden diese Kohlenhydrate zugeführt.
Das hat zur Folge, dass der Zuckerspiegel im Blut nach einer Mahlzeit auf 130 bis 190 Milligramm pro Deziliter ansteigen kann. Der Körper merkt den Überschuss und die Bauchspeicheldrüse bekommt den Befehl, Insulin zu produzieren. Insulin senkt den Zuckerspiegel wieder ab. Etwa eineinhalb bis drei Stunden nach der Mahlzeit liegt er wieder im grünen Bereich.
Um eine Unterzuckerung zu bekommen, muss der Mensch nicht krank sein. Und Unterzucker ist, solange es nicht zum vollständigen körperlichen Kollaps kommt (bei ca. 30 ml/dl), nicht gefährlich, da ein zu niedriger Zuckerspiegel leicht durch Zuführung von Kohlenhydraten ausgeglichen werden kann.
Deshalb kommt in vielen Fällen auch der Heißhunger über die Betroffenen, weil der Körper einfach seinen Zuckerbedarf damit anmeldet. Einher geht die Unterzuckerung oft mit sportlicher Betätigung oder mit schwerer körperlicher Arbeit.
Körperliche Betätigung trägt nämlich entscheidend zur Senkung des Blutzuckerspiegels bei. Der doppelte Effekt, also Sport zusammen mit Insulinausschüttung nach dem Essen, führt daher oft zum beschriebenen Phänomen.