Unter einer Thrombose wird ein Verschluss eines Blutgefäßes durch ein Blutgerinnsel verstanden. Am häufigsten sind die tiefen Bein- oder Beckenvenen betroffen. Gerinnsel in den oberflächlichen Venen werden als Krampfadern bezeichnet.
Was ist eine Thrombose?
Eine Thrombose fängt meist harmlos an. Ein leichtes Ziehen in den Waden wie bei einem Muskelkater, aber nur in einem Bein. Das Bein fühlt sich schwer an, Wade und Fußknöchel können geschwollen sein.
Normalerweise finden sich im Blut Mechanismen, die das Blut flüssig halten und solche, die zum Beispiel bei einer Wunde eine Blutgerinnung entstehen lassen. Diese beiden Mechanismen befinden sich normalerweise in einem Gleichgewicht.
Ist dieses Gleichgewicht gestört, kann eine Thrombose entstehen. Selbst eine geringe Veränderung in der Gefäßwand setzt deren Fähigkeit herab, einer Blutgerinnung entgegenzuwirken.
Gleichzeitig wird aber die Blutgerinnung aktiviert, da in der Gefäßwand eine Veränderung, vermeintlich eine Beschädigung, signalisiert wird. Diese Ereignisse verstärken sich gegenseitig und es entsteht ein Fibrinthrombus, der die Vene verschließt.
Die hinter der Entstehung eines Fibrinthrombus steckenden Ursachen wurden 1856 von dem Berliner Pathologen Rudolf Virchow beschrieben. Sie sind auch heute noch gültig und werden als die Virchowsche Trias bezeichnet.
Dazu gehört eine Verlangsamung des Blutflusses. Dies geschieht zum Beispiel bei mangelnder Bewegung oder der Abschnürung der Blutwege bei langem Sitzen, die dann als Reisethrombose bezeichnet werden.
Der Blutfluss kann auch durch eine Herzschwäche, eine so genannte Rechtsherz- oder einer beiderseitige Herzinsuffizienz, verlangsamt werden. Auch ein operativer Eingriff kann das Thromboserisiko erhöhen.