Die Schroth-Kur
Die Schroth-Kur setzt nicht auf Schrot und Korn, sondern wurde nach dem schlesischen Fuhrmann Johann Schroth benannt. Es handelt sich dabei um eine Art Fastenkur, bei der sich Trockentage und Trinktage abwechseln.
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Das Prinzip
Der Bauer und Fuhrmann Johann Schroth (Jahrgang 1798) litt unter einer Knieverletzung und wollte mit Hilfe einer Ernährungsumstellung diese Probleme auskurieren.
Ein Hauptaugenmerk legte er dabei auf den Konsum von Wein. Schließlich sagte schon Plutarch: "Der Wein ist unter den Getränken das nützlichste, unter den Arzneien das schmackhafteste und unter den Nahrungsmitteln das angenehmste."
Der Wechsel von Trocken- und Trinktagen
Charakteristisch für die Schroth-Kur, die auch von den heutigen Vertretern nicht als Dauerkostform angesehen wird, ist ein Wechsel von Trocken- und Trinktagen, wobei letztere auf den Wein setzen.
An den Trockentagen (Montag, Mittwoch und Freitag) gibt es Brötchen und Zwieback in unbegrenzter Menge. Als einziges Getränk ist abends ein Achtelliter Wein erlaubt (also 125 ml).
An den kleinen Trinktagen (Dienstag und Samstag) ist ab 18 Uhr ein halber Liter Wein vorgesehen - rund die Hälfte sollte warm getrunken werden. Mittags gibt es eine Kurspeise (Weinsuppe oder Haferbrei).
An den großen Trinktagen (Donnerstag und Sonntag) heißt es schon morgens, entweder einen Viertelliter warmen Wein zu trinken oder aber eine Hafersuppe oder Kräutertee zu sich zu nehmen. Mittags gibt es dann entweder Hafersuppe, Grießbrei mit Zwetschgen-Kompott oder Zwetschgensuppe mit Reis, bevor dann abends ein Dreiviertelliter Wein auf dem Plan steht.
Ob nun Saft, Wasser oder Tee getrunken werden dürfen, ist einer der Hauptunterschiede zwischen der "echten" und der "originalen" Schroth-Kur, deren Vertreter darum wetteifern, wer denn der bessere Nachfolger von Johann Schroth sei.
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