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Atem-/Kreislaufstillstand bei Kindern

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Herz-Lungen-Wiederbelebung

Das Kind muss auf eine harte Unterlage gebracht werden. Anschließend wird der Druckbereich aufgesucht:
  • Bei Säuglingen liegt er auf dem Brustbein gut einen Finger breit unterhalb der Brustwarzen.
  • Bei Kindern bis acht Jahre liegt er knapp einen Finger breit oberhalb des Brustbein-Endes (Schwertfortsatz).
  • Bei älteren Kindern ist der Druckbereich so aufzusuchen wie beim Erwachsenen.
Bei Kindern ist die Herzdruckmassage nicht ruckartig, sondern eher weich und gleichmäßig durchzuführen.
  • Bei Säuglingen erfolgt die Herzdruckmassage mit zwei Fingern: Zeige- und Mittelfinger bzw. Mittel- und Ringfinger.
  • Bei Kindern bis acht Jahre wird die Herzdruckmassage mit dem Handballen einer Hand durchgeführt.
  • Bei älteren Kindern wird die Herzdruckmassage mit beiden Händen (Handballen) durchgeführt.
Der Brustkorb muss um etwa ein Drittel seiner Höhe eingedrückt werden, um eine Pumpwirkung des Herzens zu erreichen. Das sind
  • beim Säugling etwa 2 cm,
  • beim Kleinkind etwa 3 cm.
Das Herz von Kindern schlägt schneller, je jünger sie sind. Dementsprechend ist die Frequenz für die Druckmassage zu wählen.
  • Bei Säuglingen: 120 bis 140 pro Minute (d.h. etwas schneller als zwei Druckstöße pro Sekunde).
  • Bei Kleinkindern: 100 bis 120 pro Minute (d.h. etwas langsamer als zwei Druckstöße pro Sekunde).
  • Bei Kindern über acht Jahre: etwa 100 pro Minute wie bei Erwachsenen.
Nach jeweils 15 Massagestößen wird das Kind zweimal beatmet, ein Säugling dreimal. Dieses Verhältnis von 15 : 2 (bzw. 15 : 3) ist auch anzuwenden, wenn zwei Helfer anwesend sind und der eine die Druckmassage, der andere die Beatmung übernimmt.
Ist nur ein Helfer anwesend, muss die Herz-Lungen-Wiederbelebung nach einer Minute unterbrochen werden, um den Notruf abzusetzen.
Die Herz-Lungen-Wiederbelebung kann beendet werden, wenn ...
  • die Atmung wieder einsetzt. Dann wird die stabile Seitenlage durchgeführt (Achtung: nicht beim Säugling).
  • der Rettungsdienst die Versorgung übernimmt.
  • ein Arzt die Beendigung anordnet.
IFEMEDI, Institut für ernährungsmedizinische Information Aktualisierung: 08.12.2003
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