Der Ersthelfer muss bei Stromunfällen besonders auf Selbstschutz achten!
Zuallererst den Stromfluss unterbrechen:
Im Haushalt (220/240 Volt Wechselstrom bzw. 380/400 Volt Drehstrom) dazu den Stecker ziehen oder die Sicherung bzw. den Hauptschalter betätigen.
Nur wenn dies nicht möglich ist, muss versucht werden, den Betroffenen mit Hilfe nicht-leitender Gegenstände wie trockene (!) Kleidungsstücke, Decken oder Holzgegenständen von der Stromquelle zu trennen. Dabei muss der Helfer - insbesondere in feuchten Räumen wie Badezimmer oder Waschküche - darauf achten, dass er selbst auf einer isolierenden Unterlage steht und keine anderen Gegenstände berührt.
Bei Hochspannungsunfällen kann der Ersthelfer nur den Notruf veranlassen, da der Strom über mehrere Meter überspringen kann. Hier kann ausschließlich Fachpersonal den Betroffenen aus dem Gefahrenbereich retten. Erst danach ist weitere Hilfe möglich.
Versorgung des Betroffenen je nach Zustand: - stabile Seitenlage, wenn er bewusstlos ist, aber atmet. - zweimal Atemspende, wenn er nicht mehr atmet. - Herz-Lungen-Wiederbelebung, wenn er danach immer noch nicht atmet und sich auch nicht bewegt.
Eventuelle Brandwunden versorgen.
IFEMEDI, Institut für ernährungsmedizinische Information
Aktualisierung: 09.12.2003