Bei Unfällen im Straßenverkehr sind einige Besonderheiten zu beachten, die hier vorgestellt werden: Sie betreffen die Sicherheit der Helfer und der Verletzten sowie die Rettung von verletzten Insassen eines Kraftfahrzeugs und das Abnehmen eines Helmes.
Absichern der Unfallstelle
Das Absichern einer Unfallstelle ist für die Sicherheit der Betroffenen und des Helfers sehr wichtig.
Sind im Fahrzeug des Helfers mehrere Personen unterwegs, sollten einer der Insassen die Aufgabenverteilung übernehmen.
Wer mit einem Kraftfahrzeug an eine Unfallstelle heranfährt, sollte:
- sofort die Warnblinkanlage einschalten, um nachfolgende Fahrzeuge zu warnen
- möglichst vorsichtig abbremsen, um keinen Auffahrunfall zu verursachen
- bereits vor der Unfallstelle halten (ca. 10 m Abstand), um diese abzusichern und sie bei Dunkelheit mit seinen eigenen Scheinwerfern beleuchten zu können
- mit einem Warndreieck und gegebenenfalls einer Warnblinkleuchte dem nachfolgenden Verkehr entgegenlaufen
- die Warnzeichen in ausreichendem Abstand vom Unfallort (bei schnellem Verkehr ca. 100 m) auf der Fahrbahn aufstellen (ca. 70 cm Abstand vom Straßenrand). Liegt die Unfallstelle hinter einer Kuppe oder Kurve, muss das Warnzeichen bereits vor der Kuppe bzw. Kurve aufgestellt werden, empfehlenswert sind zwei Warnzeichen.
- den Verkehr zum Langsamfahren auffordern: Einen Arm in halber Körperhöhe auf- und ab bewegen
- weitere Verkehrsteilnehmer um Mithilfe bitten (z.B. Notruf, Warnung des Gegenverkehrs)
- auch den Gegenverkehr warnen (z.B. durch ein weiteres Warnzeichen mindestens 100 m von der Unfallstelle in Gegenrichtung, eventuelle Kuppen und Kurven beachten).