Arthrose (Arthrosis deformans)
Die Arthrose ist eine degenerative Gelenkerkrankung. Sie geht mit einer Deformierung der Gelenke einher, die zu Schmerzen, Schwellungen und Versteifung führt. Besonders betroffen sind die Gelenke der Finger, Hüft- und Kniegelenk sowie die kleinen Gelenke der Wirbelsäule.
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Was ist eine Arthrose?
Im Gegensatz zur entzündlichen Arthritis ist die Arthrose eine degenerative Gelenkerkrankung. Degenerativ bedeutet: "mit Abbau verbunden". Im engeren Sinne versteht man darunter eine Zerstörung des Gelenkknorpels, die mit einer Umformung des knorpelnahen Knochens einhergeht. Der Knorpelabbau bewirkt, dass die Gelenkflächen nicht mehr gut aufeinander gleiten. Kleine Knorpelteilchen werden abgerieben und reizen die sehr schmerzempfindliche Gelenkinnenhaut. Neben den Schmerzen kommt es zu Schwellungen und Bewegungseinschränkungen.
Zu diesen Abbauvorgängen kommt es, wenn das Gelenk stärker belastet wird, als es von der Biologie vorgesehen ist. Diese Abhängigkeit von der Belastungsintensität ist auch der Grund, warum die Entwicklung einer Arthrose im Laufe des Älterwerdens in einem gewissem Ausmaß normal ist. Schließlich ist es ein Unterschied, ob ein Gelenk 20, 60 oder gar 90 Jahre lang tagein, tagaus beansprucht wird.
Grundsätzlich kann sich eine Arthrose an jedem Gelenk des Körpers ausbilden, verständlicherweise sind jedoch in erster Linie diejenigen Gelenke betroffen, auf denen große Teile des Körpergewichts lasten, also Hüft- und Kniegelenk sowie die kleinen Gelenke der Wirbelsäule.
Häufigkeit
Das Risiko, an einer Arthrose zu erkranken, steigt mit dem Lebensalter. Nur etwa 4 % der 20-Jährigen haben eine Arthrose, aber 70 bis 80 % der über 50-Jährigen. Insgesamt leiden in Deutschland rund fünf Millionen Menschen an einer Arthrose, der häufigsten Gelenkerkrankung. Weltweit ist Arthrose die häufigste Ursache für Invalidität.
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