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Bandscheibenvorfall

Foto: eyewire
Die Bandscheiben sind ein wichtiger Teil der Wirbelsäule. Sie liegen wie kleine Kissen zwischen den knöchernen Wirbelkörpern und dienen in erster Linie als Puffer oder "Stoßdämpfer". Darüber hinaus unterstützen sie die Beweglichkeit der Wirbelsäule.
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Der Vorfall

Eine Bandscheibe besteht aus einem Bindegewebsring (ringförmiger Faserknorpel) und einem weichen Kern aus Gallertmasse, der sie elastisch und federnd macht. Der Bindegewebsring kann durch Belastungen und mit zunehmendem Alter Schwachstellen bzw. feine Risse bekommen.
Wenn nun der Gallertkern durch diese feinen Risse hindurchquillt, spricht man von einem Bandscheibenvorfall (Bandscheibenprolaps, Diskushernie). Da zwischen den einzelnen Wirbelkörpern Nervenstränge aus dem Rückenmark austreten, führt das Austreten des Gallertkerns vielfach zu Druck auf diese Nervenfasern. Die Folgen können Schmerzen, Lähmungen oder Störungen der Sensibilität sein.
Fehl- oder Überbelastung der Wirbelsäule, etwa durch Heben schwerer Lasten, seltener auch Verletzungen (Treppensturz, Unfälle usw.) sind im allgemeinen die Auslöser eines Bandscheibenvorfalls.
Die meisten Bandscheibenvorfälle kommen im Bereich der Lendenwirbelsäule vor, und zwar meist im Alter von 30 bis 50 Jahren. Seltener treten sie an der Halswirbelsäule auf, und noch seltener (nur in bis zu 3 % der Fälle) im Bereich der Brustwirbelsäule.
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