Diagnose und Therapie der Colitis ulcerosa
Jedes Jahr erkranken sechs bis zwölf von 100.000 Menschen erstmals an einer Colitis ulcerosa, wobei Frauen etwas häufiger als Männer betroffen sind. Die Erstmanifestation der Erkrankung findet sich häufig zwischen dem 20. und 30. Lebensjahr.
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Diagnose
Im Rahmen der Diagnostik muss zunächst eine akute Infektion als Ursache für die Beschwerden ausgeschlossen werden. Der Arzt wird eine genaue Anamnese (Krankengeschichte) erheben, die ihm schon viele Hinweise geben kann. Nachfolgend wird er eine körperliche Untersuchung durchführen und eventuell eine Untersuchung des Stuhls auf Bakterien und Parasiten veranlassen.
Zur weiteren Diagnose der Colitis ulcerosa stehen die Verfahren der Darmspiegelung, also die Rektoskopie und die Koloskopie, an erster Stelle, da mit ihrer Hilfe das Darminnere direkt betrachtet werden kann. Dabei werden meist auch Gewebeproben (Biopsien) entnommen.
Allgemeine Laboruntersuchungen auf Anzeichen von Entzündungen, Blutarmut (Anämie), Eiweißmangel (Hypoproteinämie) und Elektrolytstörungen gehören ebenfalls zu den diagnostischen Maßnahmen, insbesondere zur Beurteilung der Frage, ob sich der Krankheitsverlauf in einem akuten Stadium befindet, und wie der Schweregrad der Erkrankung zu beurteilen ist.
Möglicherweise muss durch eine Röntgenuntersuchung mit Kontrastmittel die Ausdehnung der Colitis ulcerosa über den Dickdarm beurteilt werden. Diese Untersuchung ist heute aber nur noch in Ausnahmefällen notwendig, falls mit dem Endoskop nicht der ganze Dickdarm eingesehen werden kann.
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