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Eisenmangel: häufig bei Frauen

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So wird therapiert

Wenn man eine beeinflussbare Ursache für den Eisenmangel gefunden hat (z.B. ein blutendes Magengeschwür), wird man natürlich diese Ursache behandeln. In allen anderen Fällen muss man dem Körper über das normale Nahrungsangebot hinaus Eisen zuführen. Dazu muss der Betroffene täglich Eisentabletten einnehmen.
Wichtig ist bei dieser Therapie, dass das Eisen in ausreichend hoher Dosis und über einen längeren Zeitraum eingenommen wird. Das Präparat sollte anfangs in niedriger Dosierung vor den Mahlzeiten eingenommen werden und über 2 Wochen bis auf eine Tagesdosis von 100 bis 200 mg gesteigert werden. Dieses Vorgehen vermindert die Nebenwirkungen von Seiten des Magen-Darm-Traktes, die nicht selten während der Therapie auftreten.
Magenempfindliche Patienten können das Eisen aber auch während oder nach den Mahlzeiten einnehmen, auch wenn die Resorptionsrate dann nicht so hoch ist wie bei einer Einnahme auf nüchternen Magen.
Der Stuhl nimmt unter der Eisengabe eine schwarze Farbe an und kann auch unangenehm riechen. Patienten, die dies nicht wissen, erschrecken oft über diese Begleiterscheinung.
Nach ein bis zwei Wochen sollte sich der Effekt der Eisengabe in den Blutwerten bemerkbar machen und nach sechs bis acht Wochen ist die Blutarmut meist ausgeglichen. Zu diesem Zeitpunkt sind aber die Eisenspeicher noch nicht gefüllt, so dass eine weitere Eisengabe erforderlich ist.
Anhand des Ferritinspiegels kann die Füllung der Eisenspeicher überprüft werden, und erst nachdem das Ferritin sich wieder im Normbereich befindet, sollte die Eisengabe beendet werden. Meist ist dies nach vier bis sechs Monaten Therapie der Fall.
Schwer Verlag GmbH, Medizin und Naturwissenschaften Aktualisierung: 27.06.2003
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