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Epilepsie erkennen und behandeln

Foto: Eyewire
Etwa 60 bis 80 % der Patienten mit wiederkehrenden Krampfanfällen können durch eine medikamentöse Therapie anfallsfrei werden. Die übrigen Patienten sprechen nicht auf die medikamentöse Therapie an. Ein Teil von ihnen kann chirurgisch behandelt werden.
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Erkennung und Behandlung

Zunächst wird sich der Arzt nach der Vorgeschichte des Patienten und seiner Familie erkundigen. Es folgen die körperliche und neurologische Untersuchung.
Ein EEG (Elektroenzephalogramm) kann Zeichen einer Krampfbereitschaft aufweisen. Im Anschluss daran wird möglicherweise eine CT (Computer-Tomografie) oder eine MRT (Magnetresonanz-Tomografie, Kernspintomografie) durchgeführt, um eine sekundäre Epilepsie auszuschließen.
Labor-Tests zur Untersuchung von Blut und Urin sind geeignet, verschiedene Erkrankungen als Krampfursachen auszuschließen.

Behandlung

Die Behandlung der Epilepsie verfolgt verschiedene Ansätze:
  • Im ersten Schritt wird eine eventuell vorhandene (neurologische) Grunderkrankung behandelt, z.B. ein Gehirntumor, Abszess o.ä.
  • Gleichzeitig werden eventuelle Epilepsie-Auslöser abgestellt bzw. ausgeschaltet (Schlafmangel, Alkohol-, Drogen-, Medikamentenmissbrauch, Flackerlicht usw.)
  • Dann beginnt die medikamentöse Therapie der Epilepsie selbst.
  • Reichen diese Maßnahmen nicht aus, wird man überlegen, ob chirurgische Maßnahmen hilfreich sein können.
  • Auch eine Verhaltenstherapie zeigt manchmal Erfolge. In manchen Fällen ist ein Berufswechsel erforderlich (z.B. für Berufskraftfahrer o.ä.; generelle Fahrtauglichkeit kann erst bescheinigt werden, wenn der letzte Anfall länger als zwei Jahre zurückliegt, obwohl epilepsiebedingte Autounfälle sehr selten sind).
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