Gicht (Arthritis urica, "Zipperlein")
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Komplikationen und Prognose
Bei etwa 60 % der Patienten wiederholen sich Gichtanfälle, aber die modernen Behandlungsmethoden ermöglichen es, die Beschwerden zu lindern. Im allgemeinen sind die Symptome schwerer, wenn die Gicht vor dem 30. Lebensjahr ausbricht. Bei raschem Behandlungserfolg ist die Prognose gut.
Die akute Form der Gicht kann sich zur chronischen Gicht entwickeln, bei der sich dann häufig Harnwegs- oder Nierensteine bilden. Die Ablagerungen in der Niere können auch zur Niereninsuffizienz mit völligem Funktionsverlust der Niere führen ("chronische Gichtniere").
Gicht allein bewirkt noch kein erhöhtes Sterblichkeitsrisiko, sie muss aber als Risikoindikator für andere Erkrankungen angesehen werden, wie zum Beispiel Arteriosklerose, Übergewicht oder Bluthochdruck.
Die Prognose hängt entscheidend vom Verlauf der Erkrankung und von der richtigen Behandlung ab; dazu kann der Patient durch eine sachgerechte Ernährung und Konsequenz bei der Medikamenteneinnahme wesentlich beitragen.
Wenn es jedoch beim chronischen Verlauf der Erkrankung zu Gelenkveränderungen und zu Nierenschäden kommt, dann kann dies zu Invalidität und Dialysepflicht führen.
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